|
Ibach Orgel aus Rheda Manual 1. Principal 8’ aus reinem englischen Zinn 2. Bourdun 16’ ab c°, c-h Kiefernholz, Fortsetzung 10 löth. Zinn 3. Viola di gamba 8’ aus 14 löth. Zinn 4. Gedackt 8’ C-H Kiefer, ab c° aus 10 löth. Zinn 5. Octav 4’ aus 14 löth. Zinn 6. Rohrfloete 4’ aus 14 löth. Zinn 7. Quinte 2 2/3’ aus 14 löth. Zinn 8. Octav 2’ aus 14 löth. ZinnPositiv 9. Liebl. Gedeckt 8’ C-H Kiefer, ab c° aus 10 löth. Zinn 10. Viola d’amour 8’ aus Zinn 11. Gemshorn 4’ aus 14 löth. Zinn Pedal 12. Subbass 16’ aus Kiefernholz 13. Violon 8’ aus Kiefernholz 14. Octav 4’ aus 14 löth. Zinn 15. Fagott 16’ Stiefel und Köpfe aus Eiche, Becher zylindrisch aus Zinn. Dies Register ist im Angebot nicht aufgeführt.Nebenzüge 16. Manual Coppel 17. Pedal Coppel 18. VentilBeschreibung der vorhandenen Teile Die Orgel - gebaut für die Kapelle des Fürsten zu Bentheim-Tecklenburg - wurde 1962 abgebaut und auf dem fürstlichen Gut eingelagert. Hierbei sind nicht alle zur Orgel gehörenden Teile aufgehoben worden. Spieltisch: Anstehend, 2 Manualklaviaturen von C – f’’’ = je 54 Tasten, Belag Obertasten Ebenholz, Untertasten Elfenbein, mit den Koppeln I/II und II/P, über Registerzüge zu schalten. Manual I Positiv, Manual II Hauptwerk. Pedalklaviatur C-c’, 25 Tasten, ganz aus Eiche. Registertraktur: Alle Manubrien gedrechselt, geschwärzt und poliert; Bezeichnung der Register durch Porzellanschildchen. Manuale: Eisenwellen mit quadratischem Querschnitt; Pedal: achteckige Holzwellen mit Holzarmen, für alle Register Holzschwerter. Tontraktur: Hauptwerk: Wippenbalken, Länge der Wippen 60 cm, hängend eingebaut, in Strahle; nur im Diskant mit zusätzlichem Wellenbrett. Wippen und Wellenarme aus Eiche, Wellen Eisen, Kapseln Hartholz. Positiv: Ein Wellenrahmen mit Klaviaturteilung, 54 Wellen hängend eingebaut mit gekröpften Ärmchen, die die Traktur um 90° umlenken. Pedal: Ein Wellenrahmen, 50 parallele Holzwellen, eine Seite Pedalteilung, andere Seite Ladenteilung. Wellenlängen parallel zu Pedaltasten. Wellenrahmen Eiche, Wellen Fichte, Ärmchen Ahorn. Windladen: Hauptwerk 2 Laden, Positiv 2 Laden, Pedal 2 Laden, alle Laden chromatisch. Laden aus massivem Eichenholz, beidseitig gespundet, Oberseite beledert, Ventile und Stöcke aus Eiche, Rasterbretter aus Obstholz, Ventile angeschwänzt. Ventilkasten ist von unten zugänglich. Windversorgung: Ein Doppelfaltenbalg mit zwei Schöpfern inkl. Tretanlage und Balgstuhl. Meines Wissens letzte orig. Balganlage von Ibach. Pfeifenwerk: Alle Pfeifen vorhanden bis auf die Prospektpfeifen. Metallpfeifen wegen falscher Lagerung teilweise stark beschädigt, viele Pfeifenfüße korrodiert. Holzpfeifen aus Kiefernholz, Vorschläge Eiche, Füße und Deckel aus Buche. Gehäuse: Das Gehäuse ist nicht mehr vorhanden; die Orgel hat früher in einer Mauernische gestanden und hat eh nur eine Front. Kulturhistorische Bedeutung: Die Ibach-Orgel aus Rheda ist die älteste 2-manualige Orgel, die noch erhalten geblieben ist. In der fürstlichen Kapelle hat sie einen Dornröschenschlaf gehalten, sie ist in all den Jahren nicht verändert worden und somit die einzige Ibach-Orgel mit originaler Intonation.
|
||
| zurück |